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Warum gerade Indien?

Für mich stand schon immer klar, dass ich nach dem Abi erstmal für ein Jahr ins Ausland gehe- entweder Afrika oder Indien. Letztendlich hat mich dann Indien mehr angezogen. Viele, mit denen ich spreche, sagen, wie mutig es sei, so weit für ein Jahr von zu Hause wegzugehen und dazu noch in einen Land, in dem man mit der Armut so stark konfrontiert wird. Aber für mich hat das gar nicht so viel mit Mut zu tun- ich folge intuitiv etwas, das in mir nach Indien ruft.  Und ich weiß, dass das der Weg ist, der mich zu dem bringen wird, was ich suche.Und da komme ich zur nächsten Frage (:

Was suche ich?

Ich suche mich. Ich suche den Punkt in mir, der mir die innere Ruhe und Ausgeglichenheit gibt. Ich suche meinen Platz auf dieser Welt. Ich habe mir besonders in der letzten Zeit sehr viele Gedanken über mich gemacht, war in einer spirituellen Kommune, habe neue Seiten an mir entdeckt und bin gerade an den Punkt, meine größten Ängste und die Themen, die mein bisheriges Leben ausgemacht haben, kennenzulernen. Ich schwebe momentan zwischen totaler innerlicher Leere und übermäßigen Gefühlschaos, das mich meistens so erdrückt, dass ich gegenüber anderen total verkrampfe und nichts mehr hinzukriegen scheine. Ich suche meine innere Mitte. Ich suche Anerkennung, Liebe, meine Grenzen, Abenteuer. Ich suche das Leben.

Was werde ich in Indien machen?

Ich werde in Neu-Delhi bei der Organisation Sakshi mithelfen. Sakshi setzt sich für Straßenkinder im Bereich Bildung&Gesundheit ein, um diese wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Ich werde zusammen mit einen anderen Freiwilligen die Kinder wahrscheinlich unterrichten und eventuell Freizeitaktivitäten gestalten. Genaueres werde ich erst berichten können, wenn ich da bin.

 Wie bin ich auf den Platz gekommen?

Ich habe erstmal allgemein auf der Seite von "weltwärts" nach Entsendeorganisationen geschaut, die ein FSJ nach Indien anbieten. Da ich relativ spät mit der Bewerbung dran war, hat sich das Angebot erheblich verkleinert und es gab nur noch wenige, bei denen ich es wegen Indien versuchen konnte- darunter war Via e.V.. Also schnell Bewerbung geschrieben, in die engere Auswahl gekommen, persönliches Gespräch geführt, direkte Bewerbung für das indische Projekt geschrieben- und schwupps, hatte ich den Platz. (:

 Wie bereitet man sich auf 1 Jahr Indien vor?

Meine ersten "Vorbereitungen" waren zwei Bücher über persönliche Erfahrungen während einer Reise nach Indien ["Wie bitte gehts hier zur Erleuchtung?" und "Shiva Moon"]. Die Bücher haben mir einen kleinen Einblick in den indischen Alltag ermöglicht und heikle wie auch atemberaubende Situationen gezeigt. Durch "Indien- Eine Bilderreise" von National Geographic habe ich mehr über die Geschichte Indiens erfahren und die tollen Bilder haben meine Vorfreude nochmal gesteigert. Sich die Bilder anzuschauen mit den Gedanken, dass man bald selber dort ist, ist ein aufregendes Gefühl.

Vom 1.-12. August war ich auf den Vorbereitungsseminar für Indien und Nepal. Die anderen Freiwilligen, mit denen ich die Tage verbracht habe, haben mir gezeigt, dass ich nicht alleine mit meinen Gedanken bin und dass es sich lohnt, seinen Weg zu gehen. Beim Vorbereitungsseminar von weltwärts